Keine weitere Ferienanlage auf Grundstücken der Gemeinde im Wald am Freilinger See

Über das Bürgerbegehren oder ggf. über einen sich anschließenden Bürgerentscheid ermöglichen wir, dass die Bürger selbst abstimmen, ob die Waldfläche im nord-östlichen Bereich des Freilinger Sees mit einer weiteren Ferienanlage bebaut wird.
Hier können Sie die Unterschriftenliste herunterladen.

Warum sind wir, die das Bürgerbegehren ins Leben gerufen haben, gegen diese Art touristischer Entwicklung?

Häuser in einen Wald hinein bauen!? Wirklich Sanfter Tourismus sieht anders aus.

Der Bau der Ferienanlage mit Versorgungseinrichtungen, Glasfaseranschluss und Zufahrten stellt einen gravierenden Eingriff in das vorhandene Ökosystem Wald dar. Größere Flächen werden verdichtet. Der vorhandene Baumbestand wird reduziert. Die Funktion des Waldes als Wasserspeicher wird beeinträchtigt. Ein solcher Eingriff ist in Zeiten des Klimawandels und der Erfahrungen aufgrund der Flutkatastrophe im Juli 2021 nicht gerechtfertigt.

Übernutzung statt nachhaltig-attraktive touristische Entwicklung

Die touristischen Kapazitäten des Erholungsgebiets Freilinger See sind durch die derzeitige Nutzung durch Anwohner der Region, Bewohner des vorhandenen Feriendorfs und des Campingplatzes unserer Beobachtung nach mehr als ausgelastet - es kann aktuell bisweilen schon eher von ‚Übernutzung‘ gesprochen werden.

Kein überzeugendes Verkehrskonzept

Eine weitere Ferienanlage führt zu einer unzumutbaren Verkehrsbelastung auf den vorhandenen Ortsstraßen für die Bewohner in den Dörfern Freilingen und Reetz aufgrund des regelmäßigen An- und Abreiseverkehrs.

Und nebenbei…

...für nur rd. 15 € / m² (!) ausgewiesenes Bauland aus Gemeindehand nach Privat zu verkaufen, scheint uns dem Privatinvestor aus Düsseldorf quasi ‚hinterhergeworfen‘. Wir wünschen uns einen wertschätzenderen Umgang mit Gemeingut. Vielleicht fällt den BürgerInnen ja auch dazu etwas Besseres ein!?!

Unser Fazit

Wir halten das Projekt in Hinblick auf Umwelt- und Naturschutz, Schutz des Waldes, des Waldbodenlebens, der Wildtiere und der Belastung der Anwohnenden für unvertretbar. Sanfter Tourismus sieht anders aus. Ideen dazu gäbe es oder/und könnten für den Tourismus und mit Einbeziehung von Gemeindemitgliedern auch (weiter) entwickelt werden.